Spinnradgeschichten

Spinnereien, Bilder, Grafiken, Illustrationen zu Stadt-,Dorf- und anderen Geschichten.

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Eine Geschichte vom Glück.

Pappelwald am Kulkwitzer See

Schön sieht es hier aus. Stimmt’s? Das ist der Kulkwitzer See und da oben der Pappelwald von Markranstädt. Der Himmel war genau so blau wie auf dem Foto als ich mich auf den Weg zum Pappelwald machte. Nein, ich war nicht auf einem Spaziergang. Ich ging dahin mit der Absicht, nicht wieder zu kommen. Nein, nein, nicht erschrecken. Es ist ja nichts Schlimmes passiert.

Manchmal gibt es Situationen, da hat man das Gefühl, dass alles weg bricht, was einem bisher Halt und Stärke gegeben hat. Ein richtiges persönliches Kriesenmanagement hatte ich nie gelernt. Ich hatte und wollte alles nur schön und harmonisch. Und genau das ist nicht immer gegeben. Es gab einen einzigen Schlag, rein ins Kontor: Job weg, Haus weg, Gesundheit weg, Familie weg …  Ich wollte nicht wiederkommen.

ein Hütehund wird geschoren

Ich spürte plötzlich, dass ich nicht alleine war. Oben im Pappelwald traf ich auf zwei unglaublich verlotterte Hütehunde. Einer war so verklebt und verdreckt, dass er sich kaum bewegen konnte. Ich setzte mich neben ihn. “Meine Güte, du bist ja noch schlimmer dran als ich. Du kannst nicht mal weg gehen, denn du hast eine Kette um den Hals.” Der Hund schmiegte sich an mich. Er roch nicht gut, aber das störte mich nicht. Seine Wärme tat mir gut. Ihm frisches Wasser zu holen aus dem See, das war das einzige, was ich an diesem Tag für ihn tun konnte. Aber, ich beschloss, eine Schere und Futter zu holen. Wiederkommen? Ja, ich werde wiederkommen. Ich lebe!

meine Asta

Der Hütehund war eine Hündin, hieß Asta, und es entwickelte sich eine tiefe Freundschaft zwischen uns. Wir taten uns beide gut. Asta war schon alt, aber sie blühte noch einmal richtig auf. Was sind wir gerannt, auf der Wiese im Pappelwald. Manchmal ließen mich die Hunde auch das Wettrennen gewinnen.
Eigentlich schneidet man den “Hütepudeln” das Fell nicht ab, aber bei Asta half nur noch die Rasenmähermethode. Ein alter Schäfer erzählte mir später einmal, dass sein Meister bei den Schäferlehrlingen immer morgens kontrolliert hat, ob sie einen Kamm mit hatten. “Wenn ihr mit den Schafen fertig seid, dann werden die Hunde gekämmt”, verlangte er. Ich steckte einen Kamm in meinem Rucksack für Asta und ihren Kumpel Moritz.

unter Schafen

Traurig und hoffnungslos hatte es angefangen, als ich zum ersten Mal in den Pappelwald ging. Jetzt aber begann die schönste und erfüllteste Zeit in meinem Leben. Und Asta half mir dabei, sie mit allen Sinnen wahrzunehmen.

  • Was ist denn schon ein verlorenes Haus gegen die Möglichkeit zu sehen, wie morgens der Nebel auf den Wiesen aufsteigt, die Sonne sich zeigt und und ihre Wärme spüren lässt?
  • Was ist ein chickes Auto dagegen, die Wiesen riechen zu können und das Blöken der Schafe zu hören, wenn sie ihre Lämmer rufen?
  • Was brauche ich ein fettes Bankkonto, um auf einer Wiese zu sitzern und meine Schnitte und mein Wasser mit den Hütehunden zu teilen, ihre Liebe und ihr Zutrauen zu empfinden?
  • Wen interessierte es, dass ich bei den Schafen immer etwas “abgerissen” aussah, mit ständig schmutzigen Händen, kurz gesäbelten Fingernägeln, Botten an den Füßen, die alles andere als elegant waren?

Ich habe einen großen Wunsch. Noch einmal möchte ich ein Schaflamm auf dem Arm halten, seine Wärme spüren, seinen Geruch aufnehmen, das weiche Fell fühlen. Das ist  für mich das Leben. Und Glück. Ich möchte andere gern teilhaben lassen.

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Posted in Persönliches, Schafe | Tagged hüten und behütet sein, Leben spüren, Schafe und Hütehunde, Was ist Glück? | 25 Responses

Noch einmal über meine Parkallee. Für einen kleinen Moment der Besinnung.

die Parkallee in Leipzig Mitte Erst neulich schrieb ich darüber, was mir eine Frau erzählte über meine Parkallee in Leipzig. Geschrieben habe ich darüber, weil ich nicht möchte, dass das in Vergessenheit gerät. Ich habe mir versucht vorzustellen, was die hier inhaftierten Frauen durchgemacht haben müssen, wie sie gefühlt haben. Ich konnte es nicht.

Nichts von dem, was hier geschah, auch wenn es unangenehme Gefühle weckt, soll vergessen werden. Das dachten sich sicherlich die Schüler, Lehrer und Eltern der Freien Schule  in Grünau auch. Sie hatten sich mit den historischen Zusammenhängen beschäftigt und das Schild zum Innehalten und Gedenken an der Parkallee angebracht. Nach Monaten musste es abgenommen werden, weil es beschmiert worden war. Jetzt wurde es von der Schule restauriert und wieder aufgestellt. (Und schon wieder sind Schmierfinken unterwegs.)
Hier befindet sich eine Haltestelle, Spaziergänger sind in der Allee unterwegs, Jogger auf dem Weg zum Park, Radfahrer auf dem Radweg unterwegs. Ein winziger Moment der Besinnung reicht schon.

Gedenktafel für des Frauenaußenlager in der Parkallee in Leipzig

In jedem Jahr startet im April von hier ein Gedenkmarsch. Kurz vor Kriegsende wurden die Frauen des Lagers noch auf den Todesmarsch geschickt.

Blumen für die Frauen im ehemaligen KZ-Außenlager Buchenwald in der Leipziger Parkallee

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Mit Armstulpen aus Schafwolle gegen das Mistwetter und gegen Mißstimmungen.

gestrickte Armstulpen mit Zopfmuster aus SchafwolleIch hab sie fertig, meine schönen langen Armstulpen aus “meiner” Schafwolle. Bei solchem Rheumawetter wie heute machen die sich am Schreibtisch richtig gut. Ich will ja jetzt nicht sagen, dass sich der Text nun von alleine tippt, aber schöne warme Handgelenke arbeiten besser. Wenn die Sonne wieder scheint, werde ich den Schulterwärmer und die Stulpen mit in den Wollwaschgarten nehmen. Ich brauch ein gutes Foto für mein Buch. Heute sieht es eher nach Schreibtischwetter aus. Naja, am Stirnband arbeite ich ja sowieso noch. Ich muss nicht hetzen.

Gestern Abend habe ich den Jan wieder zum Zug nach Berlin geschafft. Wie schnell doch solche Besuchstage immer vorbeigehen. Die letzten Teilnehmer am WGT in Leipzig bewegten sich müde am Bahnsteig entlang. Es ist wieder (viel zu) ruhig in Leipzig.
Ich habe noch Zeit, bevor ich ein letztes Mal zu meinem Bruder fahre. Die Zeit nutze ich, und arbeite am “Bussiness-Plan” weiter, und zur Belohnung am Buch. Außerdem beschäftige ich mich gerade mit “freier Software”, suche ein Vektorprogramm für den Mac, mit dem ich arbeiten kann. Die Zeichnung vom Thymian könnte also ganz anders entstehen. Vielleicht schreibe ich darüber. Wäre doch gut, wenn die unersättlichen Raffzähne unter den Software-Herstellern sich nicht mehr sonnen könnten in ihrer Monopolstellung.
Ach, jetzt fange ich schon wieder an zu träumen. Aber das ist, glaube ich, ein verdammt gutes Zeichen.

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Es gibt auch düstere Tage.

duster und marode

“Sie verpflichten sich, die Ortsabwesenheit (max. 21 Kalendertage pro Kalenderjahr) mindestens 7 Tage vorher mit dem zuständigen Arbeitsvermittler abzustimmen und genehmigen lassen.”

“Sie sind verpflichtet, Änderungen (z.B. Krankheit, Arbeitsaufnahme, Umzug) unverzüglich mitzuteilen und bei einer Ortsabwesenheit (Aufenthalt außerhalb des zeit- und ortsnahen Bereiches) vorab die Zustimmung des persönlichesn Ansprechpartners einzuholen.
Zum zeit- und ortsnahen Bereich gehören für Sie alle Orte in der Umgebung Ihres Grundsicherungsträgers (Arbeitsamt Leipzig, G.E.), von denen Sie in der Lage sind, Vorsprachen täglich wahrzunehmen.”

“Bei einer nichtgenehmigten Ortsabwesenheit entfällt der Anspruch auf Arbeitslosengeld II, auch bei nachträglichen Bekanntwerden.”

Auszüge aus meiner Eingliederungsvereinbarung

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Ich bin heute zu meinem Amt gefahren, um mir erlauben zu lassen, dass ich mich für einige Tage nicht im zeit- und raumnahem Bereich aufhalte. Ich möchte zur Beerdigung meines Bruders fahren. Jeder darf das. Ich muss fragen und genehmigen lassen. Tue ich es nicht, fahre ich einfach, um meinem Bruder die letzte Ehre zu erweisen, drohen Sanktionen. Leipzig ist Sanktionshochburg.
Die Dame am Empfang durfte das nicht entscheiden und so landete ich in einem Raum mit 50 anderen Personen und wartete darauf, zu einem diensthabenden Arbeitsberater vorgelassen zu werden. Die Luft in dem Raum war zum Schneiden, die Stimmung auch. Ich hatte Glück, ich konnte sitzen. Andere mussten stehen.

Es wurde dann auch positiv entschieden, aber der Tag war wieder gelaufen, wie immer, wenn ich in dieses Amt muss. Ich komme mir schäbig und unmündig vor, schäme mich sehr und habe trotzdem darüber geschrieben. Ich möchte nicht schweigen.
Zur selben Zeit, als ich da war, drehte im gleichen Haus ein Mann durch und schlug auf eine Arbeitsberaterin mit einem Hammer ein. Schlimm und belastend! Ich glaube, hier muss sich dringend etwas ändern. Auf beiden Seiten des Schreibtisches.

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Posted in Persönliches | Tagged Eingliederungsvereinbarung, Ortsabwesenheit, SGB II, zeit- und raumnaher Bereich | 40 Responses

Behütet sein.

Pergola im Schönauer Park Leipzig

Ich habe heute einfach gar nichts gemacht. Nicht mal etwas zum Lesen hatte ich mit, als ich ein Plätzchen in der Sonne in meinem Park in Schönau gesucht habe. Bilderbuchwetter hatten wir heute in Leipzig. Das hat nicht nur die Teilnehmer am WGT gefreut. Es war viel los in der Stadt, aber ich wollte meine Ruhe haben. Ich fand ein Plätzchen unter einer Pergola, konnte mich nicht satt sehen an den Blüten, am blauen Himmel, an den Vögeln die emsig unterwegs waren. Auf der Bank unter meinem Naturdach fühlte ich mich wohl behütet. Wie hatte ich mich nach Wärme und Sonne gesehnt.

In meiner liebsten Lieblingsgroßstadt gibt es viele Parks und Gartenanlagen. Leipzig ist die Hauptstadt der Kleingärten. Mir gefällt es, dass ich immer ein Plätzchen finde zum Verweilen und Ausruhen. Es wird aber wirklich mal wieder Zeit, dass ich nicht nur nach den “grünen Oasen” in meiner Stadt suche. Morgen werde (muss) ich den Jan wieder zum Bahnhof bringen. Danach habe ich vor, noch einwenig im Stadtzentrum zu bleiben. Es sei denn, es regnet wieder Sackschnüre.

unter der Pergola im Schönauer Park in Leipzig

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Posted in grüne Oasen, Leipzig | Tagged Bilderbuchwetter, grüne Oasen der Stadt, Pergola, Schönauer Park Leipzig | 25 Responses

Rezept vom Kräuterbraten. Kochen wie im Mittelalter. Zwei Zeichnungen von Kräutern sind fertig.

Salbei und Rosmarin sind gezeichnet, noch 10 Kräuter muss ich zeichnen

Als ich vor Tagen den Salbei gezeichnet und gezeigt hatte, hat mir die Ute in einem Kommentar von einem schwäbischen Volkslied geschrieben. So bin ich auf Rosmarin gekommen. Zwölf Kräuter will ich zeichnen, zwei hab ich nun schon. (Danke, liebe Ute, du hast mir oft schon Ideen “verpasst”!) Manchmal habe ich wenig Zeit, aber jeden Kommentar werde ich auch in Zukunft beantworten. Für mich ist das ein kleines Stück Achtung vor den Kommentaren und den Kommentatoren. Ich glaube, ich kann das auch machen, denn ich betreibe keinen wissenschaftlichen Blog oder ähnlich ganz Wesentliches, wo das natürlich unpassend wäre. (Eine Auswahl wird es nicht geben. Es sei denn, es benimmt sich jemand daneben.)

Ach ja, zum Thema Rosmarin habe ich noch etwas.
Der Besitzer des Wollwaschgartens hatte Geburtstag und feiert heute Abend. Eigentlich sollte es Spanferkel geben, aber etwas ging schief. Da hab ich eben gekocht, wie im Mittelalter, nur mit Kräutern als Gewürz. Lecker ist es geworden. Frisches Rosmarin war auch natürlich auch dabei. Ich werde das Rezept jetzt mal petzen.

Kräuterbraten

1 kg Rinderschmorbraten
1 Eßl. gehackte Petersilie
je ein 1 TL Basilikum, Estragon und Thymian
1 Wurzelwerk
Pfeffer
Salz
1/8 l Rotwein
50 g Kokosfett
2 Tassen Fleischbrühe
Mehl

Am Vortag wird das Fleisch gewaschen und in eine Schüssel gelegt. Alle Kräuter werden gemischt und das Fleisch damit eingerieben. Anschließend wird der Rotwein darüber gegossen und das Ganze 24 Stunden stehen gelassen. Ab und an muss das Fleisch gewendet werden.
Am nächsten Tag wird das Fleisch aus der Schüssel genommen, abgetrocknet, mit Salz eingerieben und zusammen mit dem Wurzelwerk angebraten. Jetzt wird nur noch Rotweinsud und die Fleischbrühe aufgefüllt. 1 1/2 Stunden sollte alles schmoren. Die Soße sollte vor dem Servieren durch ein Sieb gerührt und eventuell mit Mehl gebunden werden.

So, ich gehe jetzt feiern.

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Die Pflanzschale im Wald.

Pflanzschale im Wald. Vom werden und Wachsen.

Auf meiner Wanderung am vergangenem Wochenende waren wir viele. Gemeinschaft ist schön, aber ich habe dann immer nicht die richtige Ruhe zum Fotografieren. Für diese Schönheit habe ich allerdings den Wanderweg verlassen. Ich war einfach nur begeistert.
Da war ein Baum abgebrochen. Es war nichts gesägt, er war tatsächlich einfach umgebrochen. Seine Zeit war eben abgelaufen. Er konnte den Jahreszeiten, der Hitze und der Kälte, Stürmen, nicht mehr standhalten. Die Bruchstelle war nicht eben und in ihr sammelte sich Erde. Und so wurde der Baumstumpf zur Pflanzschale für andere Pflanzen. Das eine vergeht und anderes kann werden. Nichts ist einfach endlich, vorbei.  …

Ich wäre hier gerne noch geblieben.

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Posted in Fotografie / Bildbearbeitung, Leipzig | Tagged Beruhigung, Kreisläufe, Stötteritzer Wäldchen, Werden und Vergehen | 22 Responses

Salvare heißt heilen. Ich habe Hals, nutze Salbei und zeichne für die gute Laune.

Salbei gezeichnet

Ich rauche nicht, ich trinke nicht, aber meine Stimme klingt gerade wie nach zwei Flaschen Whisky und einer Kiste Zigarren. Ich habe Hals und Husten. Gut, dachte ich mir, dann wirst du mal deine Kräuterapotheke bemühen müssen. Salbei musste her. Den Tee trinke ich nicht, ich gurgele damit. Salbei schmeckt gräßlich, wenn man ihn nicht gerade als Bonbon lutscht. Heißt er deshalb in manchen Gebieten volkstümlich “Altweiberschmecken”?

Eine Salbeipflanze habe ich schon in den Wollwaschgarten geschmuggelt. Aus den Blättern werde ich Salbeibonbons herstellen. Über die Blüten werden sich die Bienen freuen.
Ich habe mir gestern ein Zeichenstündchen gegönnt. Herrlich! Da könnte ich die Welt um mich herum vergessen. Meinen gezeichneten Salbei werde ich zur Verpackung der Salbeibonbons nutzen. Und dem “Web-Onkel” von der Wollwaschgartenanlage schenke ich sie auch.

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Posted in Kräuterkörbchen, Zeichnen | Tagged ätherische Öle, entsündungshemmend, Heilpflanzen, Salbei, salvare = heilen | 31 Responses

Die Räder malen. Wieder ein Schrittchen weiter in Richtung Selbständigkeit und Selbstbestimmtheit.

Rad im Getriebe

Es ist ja nicht so, dass ich keine Ängste hätte.  Bis zu einem gewissen Grade sind sie ja auch ganz nützlich, bewahren sie einen doch davor, unüberlegt nach vorn zu preschen. Dass sie mich aber lähmen, lasse ich nicht zu.
Eine unruhige Nacht war das. Ich gehe nicht gern unvorbereitet zu Terminen und so habe ich Grafiken ausgewählt, einen Abschnitt vom eBook präsentierfertig gemacht, eine Grobkonzeption erstellt und ausgedruckt (alles verrate ich in diesem Stadium einfach noch nicht). Haste alles? Verschläfst du auch nicht? Bist du auf alle Fragen vorbereitet? …

Nun bin ich also wieder ein Schrittchen weiter. Meine Arbeitsberaterin fand meine Bemühungen gut, das Rechnersystem vom Amt hatte auch nichts zu mosern und nun werde ich einen Termin erhalten vom “Team Selbständigkeit”. Ja!
Bis dahin wird mir ganz bestimmt nicht langweilig. Ich habe zu zeichnen, zu schreiben, nach Fördermöglichkeiten zu suchen. Die Pflege alter Handwerkstraditionen wird manchmal gefördert, und ich könnte ein zweites Spinnrad und eine Haspel gut gebrauchen. Wer will beim Spinnkurs schon alleine sitzen? Viel ist zu tun, aber eines kann ich sagen: Ich mache es gern. Und ich fühle mich unglaublich gut dabei.

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Posted in Nachhaltigkeit, Projekte | Tagged ein gutes, Neustart, Selbstbestimmtheit, Suche, Weg in die Selbständigkeit, zufriedenes Gefühl | 38 Responses

Die kalte Sophie kann mich mal. Ich packe meinen Rucksack, und nehme mit … nicht die Penny.

Penny auf dem Rucksack

Eisheilige? Pffff. Gut, die Kleiderordnung bewegt sich wieder etwas weg vom Schönwettermodus, aber wir sind ja Kummer gewöhnt. “Vor Bonifaz kein Sommer, nach der Sophie kein Frost.”, sagt eine alte Bauernregel. Heute soll es also losgehen mit den Eisheiligen. Da bleiben die kleinen Sommerblumenkeimlinge eben noch ein Weilchen auf meinem Balkon.

Ich bin dabei, meinen Rucksack zu packen, denn ich gehe wandern. Wanderwetter ist schließlich immer. Penny weiß das und möchte gerne mit, aber einer muss das das Haus hüten. Penny hatte das kürzere Stäbchen gezogen.
Im Moment zieht es mich förmlich nach draußen. Ich fahre jetzt nach Leipzig Stötteritz, denn dort beginnt meine Wanderung. Ich verabschiede mich mal ein Weilchen, mache eine Pause. Ich habe mich auf wichtige Termine vorzubereiten, muss mir Mut machen, … Oh, ich muss zur Straßenbahn! Los geht’s.

Loewenzahn und blauer Himmel

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Posted in Leipzig | Tagged Bauernregeln, Eisheilige, Leipzig-Stötteritz, Wandern | 22 Responses

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