Vergesst den Hugendubel nicht!

Autor: Gudrun Ebert  |  Kategorie: Allgemein

Ach nein, das wird jetzt keine Schleichwerbung für den Buchhändler Hugendubel.

Mein Mann ist gebürtiger Stuttgarter und sagte irgendwann mal zu mir, dass ich meinen „Hugendubel“  nicht vergessen solle. Hä?
Ich ins Internet und durch Google geschnarcht! Also, Bücher hätte ich kaufen können, Bücher! Und dann hatte ich es.
In Stuttgart hing mal vor einiger Zeit in allen Bahnen ein Bild von einem freundlichen Schaffner, der alle Fahrgäste daran erinnerte, den Schirm nicht zu vergessen.
Aber wieso Hugendubel? Weil es in Stuttgart seit 1822 eine Schirmmanufaktur Hugendubel gibt. Der Schirm auf dem Bild ist kein Hugendubel. Das ist einfach meiner, in Photoshop von allem befreit, was Nichtschirm ist.

Bei uns, in und um Leipzig, heißt das Ding „Musschbridze“, zu hochdeutsch „Musspritze“, oder „Gewiddrflinde“ (Gewitterflinte), oder auch „Gewiddrgrigge“ (Gewitterkrücke). So, und jetzt wollte ich es wissen. Wieder rein ins Netz, ab zu Google, und was soll ich euch sagen…?

Naja, egal wie das Wochenendwetter wird:  Vergesst “euern Scherm“ nicht!

Peeling für die Füße und die Seele

Autor: Gudrun Ebert  |  Kategorie: Wolliges

Heute komme ich mir vor wie im Elfenland. Dicke Nebelschwaden ziehen und ich kann meine Windräder nicht mehr sehen. Also: Tee kochen – der wärmt und riecht so gut, Kerzen an, und los geht’s. Als es jetzt kühl wurde, beschloss ich: Ich brauche Schafwollsocken. Es wird Zeit, dass ich mit meiner Wolle mal wieder weiterkomme.
Wollt ihr mal in mein Wollkörbchen schauen? weiterlesen…

September in Räpitz

Autor: Gudrun Ebert  |  Kategorie: Räpitz

So, nun haben wir also wieder September. Noch vier Monate, dann geht  ein Jahr zu Ende. Ich überlege gerade, was mich mit diesem Monat September verbindet: weiterlesen…

Wer nie in ihrer Nähe war, weiß nicht wie Böcke riechen

Autor: Gudrun Ebert  |  Kategorie: Schafe, Spinnstube

Das ist schön, dass  ihr mich im Spinnstübchen besucht. Ich bin noch etwas traurig wegen Asta, werde sie in guter Erinnerung behalten.
Es ist kalt draußen. Nehmt euch einen Tee und setzt euch zu mir.

Oh, ja, die beiden Gesellen links im Bild kenne ich persönlich.  In den Zeiten, in denen sie jeder Ziege nachschleichen, findet man sie immer. Man muss nur dem Geruch nach gehen, denn man riecht sie eher, als man sie sieht.
Eine liebe Freundin  wollte mich gestern etwas aufheitern und erzählte mir eine Geschichte,  die ich euch nicht vorenthalten möchte:

Im Dorfkneipchen treffen sich jeden Freitag zwei Freunde. Der eine Freund beschwerte sich beim anderen: „Ich halte das zu Hause nicht mehr aus. Diese Enge. Die Kinder, meine Frau und die Oma, alle in einem Wohnzimmer.“ Der andere sagte: „Geh‘ in den Stall, hole den Ziegenbock und nimm ihn auch noch mit zu dir.“ Und ehe der Unglückliche protestieren konnte, verabschiedete sich sein Freund. weiterlesen…

Wie weit ist vorbei, Asta?

Autor: Gudrun Ebert  |  Kategorie: Persönliches, Schafe

Heute ist Dienstag und eigentlich wäre heute wieder Asta-Tag. Ich kann aber heute nicht über Asta  schreiben.
Am Sonntag hat sich der alte Hütehund aufgemacht auf die “andere Weide”. Es war eben einfach Zeit. Ich dachte, dass ich es schaffe, mich so weit zu erholen, dass ich an meiner Geschichte weiterschreiben kann. Aber in dieser Woche geht es nicht.
Ich werde alles aufschreiben. Asta hat das verdient.

Mach’s gut, Asta.

Neues aus der Weiber-WG in Räpitz: Von Computermäusen und Computerkatzen

Autor: Gudrun Ebert  |  Kategorie: die Weiber-WG

Ich habe endlich in meinem Datenwust das Bild von meiner Computerkatze wiedergefunden. Warum der Rechner  ein so begehrter Platz für meine Kleo ist, weiß ich nicht so genau. Vielleicht ist es das leise Surren, was so schön beruhigt und die Katzenaugen zuzieht? Oder ist es einfach nur schön warm? Kann aber auch sein, dass dieser Sitzstreik einfach nur heißt: „Kannste nicht mal die Finger von dem Ding lassen. Ich bin auch noch da und möchte jetzt bespielt werden.“ weiterlesen…

Was Adobe mit dem Lamm Gottes zu tun hat?

Autor: Gudrun Ebert  |  Kategorie: Persönliches

Nein, nein das wird jetzt nicht das Wort zum Sonntag.

Damit nicht ein geldgieriger Anwalt mit einer Abmahnung winkt, weil ich ein fremdes Bild benutze, selber aber keine  Zeit hatte, das Zunftzeichen der Fleischer  zu fotografieren, habe ich mich kurzerhand an den Rechner gesetzt und habe es im Grafikprogramm selber erstellt . (Ätsch, Herr Anwalt!)

Emily hatte mir mal erzählt, dass sie gerne Lammfleisch isst und in diesem Zusammenhang sind wir auch auf das Lamm im Zunftzeichen der Fleischerinnung gestoßen.
Schweizer Metzger erkoren die Heilige Agnes von Rom zur Schutzheiligen ihrer Zunft. Im Jahre 250 wurde die Römerin mit dem Schwert hingerichtet in der Art, wie Lämmer getötet wurden. Deshalb wurde die Heilige Agnes immer in Verbindung mit dem Lamm dargestellt. Die Agnes verschwand irgendwann aus dem Zunftzeichen. Das Lamm blieb.

Und was hat nun der amerikanische Softwarehersteller Adobe mit dem Lamm Gottes, der Fleischerinnung und so  zu tun? weiterlesen…

Kein Stierkampf am Plaça de Toros in Barcelona, aber neben dem Radweg in Räpitz

Autor: Gudrun Ebert  |  Kategorie: Räpitz

Als im Juli die Nachricht durch die Presse ging, dass in Katalonien ab 2012 die Stierkämpfe verboten sind und die Arena in Barcelona geschlossen wird, habe ich mich gefreut. Katalonien war nie der Hauptaustragungsort solcher Veranstaltungen, aber es ist ein Anfang.

In meinem Nest gibt es einen tollen Radweg, den Elster-Saale-Radweg, von Leipzig nach Bad Dürrenberg. Gebaut wurde der Radweg auf einer stillgelegten Bahnanlage. Eine gute Idee finde ich, weil die Grundlage im wahrstem Sinne ja schon da war.
Der da auf dem Radweg kniet, ist mein Sohn mit was weiß ich was für einem Projekt am Wickel. Neben dem Radweg standen drei Jungbullen und ungefähr 100 Meter weiter ein Wasserwagen, aus dem früh und abends die Trinkbottiche aufgefüllt wurden.  Natürlich musste mein Sohn auch die Kuhkinder fotografieren.
Plötzlich stutzte Jan und fragte etwas kleinlaut: „Sag mal, wie lang ist denn denen ihre Kette?“ weiterlesen…

Caspar-David-Friedrich-Wolken über Räpitz

Autor: Gudrun Ebert  |  Kategorie: Räpitz

Der Himmel hatte sich mal wieder geteilt, aber diesmal zogen die schwarzen Wolken in den Keil, in dem in letzter Zeit immer eitel Sonnenschein war. Diesmal dürfte es Leipzig erwischt haben. Und wie!

Die Wetterfrösche hatten angekündigt, dass sich der Sommer verabschiedet, ordentlich mit Blitz und Donner. Und da kam es auch schon gezogen. Dass es noch ein paar warme Tage im September geben soll, tröstet mich wenig, zumindest im Moment.

Mein Sohn sagt immer, dass es hier bei mir immer Caspar-David-Friedrich-Wolken gibt. So richtig in Szene setzen kann ich sie noch nicht, aber es ist ja wieder Wochenende und da ist wieder Zeit für ein Unterrichtsstündchen in Fotografie.

Spinnen wie im Mittelalter – Stöckchenspinnen

Autor: Gudrun Ebert  |  Kategorie: Projekte, Spinnstube

Schön, dass Ihr mich besucht in meinem Spinnstübchen. Ich bereite gerade vor, wie man mit Kindern aus kardierter Wolle einen Faden spinnen kann. Wollt Ihr auch mal probieren? Dann setzt Euch zu mir, aber nehmt Euch vorher noch einen Tee.

Wir brauchen nur Wolle und ein Stöckchen.  Ein Bleistift geht auch, aber das Stöckchen ist viel romantischer und die Wolle haftet am Anfang besser. Zu Beginn wird Wolle ganz vorsichtig aus dem Strang oder Vlies gezogen, verdreht und an dem Stöckchen festgewickelt. weiterlesen…