Zweimal am Tage war ich unterwegs zu Asta, egal wie das Wetter war. Sie wartete jedesmal schon auf mich. Ich wohnte schon lange am Kulkwitzer See. Zuerst auf der Leipziger Seite, dann in Markranstädt. Dass es so viele kleine, wundersame Dinge zu entdecken gab, musste ich erst wieder lernen.
Mein Leben verlief einige Jahre so: Früh rein ins Auto, in die Schule und neun Stunden in der Erwachsenenbildung unterrichten, zurück mit dem Auto, einen Riesenpott Kaffee kochen, Unmengen an Zigaretten bereitlegen, Unterricht vorbereiten, ins Bett. Dazu kam noch ein Haus, Kinder … Als es einige familiäre Probleme gab, ging plötzlich gar nichts mehr. Ich war geschockt, denn ich war richtig schlimm krank. Und müde. Aber Asta wartete jeden Tag und ich ging zu ihr - jeden Tag.
Ich hatte sie schon losgemacht, die Leine geschnappt und wollte gerade mit ihr loslaufen, da hörte ich hinter uns ein ganz leises Fiepen. Und wieder. Und wieder. Richtig, da war ja noch ein Hütehund, Moritz, ein Rüde. Mit großen Augen sah er mich an, wedelte mit dem Schwanz und fiepte eben. Er wollte auch mit. Meine Güte, der Hund war ja nicht gerade klein und über das Benehmen von Rüden hatte ich allerlei Schauergeschichten gehört. Aber einfach ignorieren? Da lassen? Er tat mir ja leid. Nach kurzem Zögern kam das was kommen musste: Ich zog mit zwei Hunden los.
Asta tänzelte immer neben mir her. Moritz folgte mir so dicht auf den Fersen, dass er mir ständig in die Hacken trat und ich öfter mal ein Hüpferchen machen musste wie Kjeld Jensen von der Olsenbande.
Es dauerte nicht lange, da kannte unser Dreigestirn jeder, der im Pappelwald spazieren war.
Mit Moritz konnte ich herrlich Fangen spielen. Ich rannte mir die Seele aus dem Leib, und manchmal ließ er mich auch gewinnen. Mir fiel eines Tages auf, dass es mir wieder recht gut ging. Das hatte ich den Hunden zu verdanken, der Hundediva Asta, die jeden Tag ihr Bad im See nahm und Moritz, der sich dann lieber verdrückte.
War ich froh, dass ich den Moritz mitgenommen hatte. Ich wusste zu dem Zeitpunkt noch nicht, dass wir beide in diesem Sommer noch eine ganz gute Hüteleistung zeigen würden, und auch nicht, dass eigentlich Asta die „Rüdin“ war.

Ich liebe deine Hundegeschichten und jedes Mal, wenn ich herkomme, dann hoffe ich, dass du die Geschichte von ihnen schon weiter geführt hast
Ja, Hunde sind die besseren Menschen.
[Antwort]
Das ist immer so schön zu lesen, liebe Gudrun
Ich kann mir gut vorstellen, dass Dir die täglichen Spaziergänge und die Hundegesellschaft geholfen hat, Dich besser zu fühlen!
Hündinnen sind oft die “Rüden”, die Chefs im Gespann
Liebe Grüße zu Dir
Katinka
[Antwort]
och was fuer ein suesser wuschelhund. es ist schoen zu lesen, dass es dir durch die hundis wieder besser ging.
lg
Sammy
[Antwort]
Jetzt habe ich Tränen in den Augen.
Guten Morgen liebe Gudrun.
Ihr habt euch also gegenseitig geholfen. Mensch und Hund. Und es hat euch gut getan.
Das ist so schön zu lesen …
Auch weiterhin alles Liebe,
lieben Gruß!
Heike
[Antwort]
Liebe Gudrun,
ich freue mich, dass ich heute deine wunderbare Asta-Geschichte lesen darf.
Deine Geschichte zeigt, dass Hunde einen positiven Einfluss auf uns Menschen haben…
Ich wünsche dir einen guten Tag
Bärbel
[Antwort]
@ Frau Fröhlich
Das kann man eigentlich gar nicht beschreiben, wie es uns ging. Ich versuche es.
Liebe Grüße, und dir einen schönen Tag, liebe Frauke
[Antwort]
@ Katinka
Ja, meine “Rüdin”! Der Moritz hat das aber voll akzeptiert und war der für’s Grobe. Der war den ganzen Tag am Rennen. Asta nicht, nur, wenn es absolut nicht anders ging. Ansonsten hatte sich Moritz untergeordnet. Das wußte ich so nicht, und Euch kannte ich damals noch nicht. Heute würde ich fragen.
Liebe Grüße und eine tolle Wochenmitte.
[Antwort]
@ Sammy
Der ist wirklich wuschelig und muss ständig gekämmt werden. Das gefällt ihm nicht. Moritz grummelt dann immer. Wenn man aber entschlossen genug ist, fügt er sich in sein Schicksal.
Liebe Grüße an dich, liebe Sammy
[Antwort]
@ Bärbel
Meine Familie überlegt schon, ob ich einen eigenen Hund haben soll, nicht so groß und auch keine Hütehundrasse. Die sind Arbeitstiere und täglich arbeiten muss man da schon, mit oder ohne Schafe.Ansonsten suchen die sich ihre Arbeit selber, und “hüten” auch gleich mal Radfahrer.
Hab’ einen schönen Tag, liebe Bärbel, und liebe Grüße
[Antwort]
@ Heike
Jaja, Tränen in den Augen hatte ich auch. Vor Wut. Als die Schafe zum ersten Mal in den Pferch sollten, und Hunde und Gudrun sich nicht verstanden. Schließlich bin ich im Zick-Zack hinter den Schafen her gerannt, bis die da drin waren. Moritz war einfach an seine Hütte gegangen, weil die Olle offensichtlich alles alleine machen wollte. Aber dazu später.
Ganz liebe Grüße an dich.
[Antwort]
Wie schön, dass deine Hundegeschichte weitergeht, liebe Gudrun, auch wenn es weh tut. Ich liebe deine Erzählungen.
LG Ute
[Antwort]
@ Ute
Danke, liebe Ute.
Die Erlebnisse mit den Hunden, und auch später Schafen, haben mir so gut getan. Und es war so nicht geplant, hat mich einfach “überfallen”.
Liebe Grüße an dich und einen schönen Tag
[Antwort]