Als ich mal wieder im Pappelwald unterwegs war, sah ich, dass die Schafe schon mit dem Schäfer unterwegs waren. „Da werde ich sie eben mal suchen müssen“, dachte ich mir. Da bemerkte ich unter einem Baum ein Schaf. Eines alleine? Was war denn das? Ging es ihm nicht gut?
Halb hockte das Schaf, halb stand es, breitbeinig, verkrampft. Es streckte den Kopf nach forn und gab einen langgezogenen Laut von sich. Ich schlich mich näher heran. Dem Schaf ging es bestimmt nicht gut. Davon war ich überzeugt.
Da, wieder der langgezogene Laut.
Dann legte sich das Schaf hin, rollte auf die Seite und hob ein Hinterbein. Na toll, was soll ich denn jetzt machen? Ich hatte mein Handy vergessen, konnte nicht mal jemand zu Hilfe rufen. Und wie ich mir noch gut zurede, dass alles ganz bestimmt wieder gut wird, sah ich etwas zwischen den Hinterbeinen des Schafes, dunkel gefleckt, glibberig, blutig. Meine Güte, hier lief eine Geburt ab. Das Schaf atmete jetzt heftig und stoßweise. Wieder der langgezogene Laut, und plötzlich rutschte das Lamm auf die Wiese.
Das Mutterschaf gönnte sich keine Ruhe. Sofort stand es auf und begann ihr Lämmchen zu putzen. Das stemmte nach wenigen Minuten seine Vorderbeinchen in den Boden, dann die Hinterbeine. Es versuchte aufzustehen, aber das ganze wacklige Gebilde rutschte wieder zusammen. Nach einigen vergeblichen Versuchen stand es endlich und stakste mit wackligen Beinchen zu seiner Mutter. Es fand auch gleich die richtige Stelle und trank. Die Mutter putzte weiter und der kleine Lämmerschwanz zappelte und zappelte.
Ich saß auf der Wiese und beobachtete die beiden. Herrlich war das. Ich sah, dass das Lamm ein kleines Böckchen war. Und ich beschloss, dass es einen Namen bekommen sollte. Hermann sollte er heißen, wie mein Vater, der schon lange tot war und den ich sehr geliebt habe. „Hermann“, sagte ich ganz leise, „wenn du das jetzt hörst da oben, pass auf den kleinen Kerl auf.“


Liebe Gudrun,
was für ein wundervolles Erlebnis und eine schöne Idee, ihm diesen Namen zu geben.
Deine Worte gehen unter die Haut!
Einen schönen Abend und liebe Grüße, Emily
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@ Emily
Danke, liebe Emily.
Die “alten” Bauern sagen, dass man Tieren keinen Namen geben darf, weil man so eine zu enge Beziehung aufbaut. Na und.
Liebe Grüße an dich und einen schönen Abend
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Das finde ich auch wunderschön und wußte gar nicht, daß Lämmer auch im Herbst geboren werden.
Hermann….ein guter Name, so hieß meine allererste große Liebe, die nicht lange hielt, dafür habe ich durch Hermann meinen Mann kennengelernt
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Ist das eine schöne Geschichte. Und Vater Hermann wird dem kleinen Lamm sicherlich ein guter Schutzengel sein.
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neeiiiin, wie süüüüüß *kreisch*.
sehr liebenswerte geschichte, liebe gudrun
liebe grüße, katerwolf
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Was für eine schöne rührende Geschichte.
Danke dafür.
LG Ute
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Welch ein schönes Erlebnis – die Geburt des kleinen ‘Hermann’ miterleben zu dürfen.
Ich war mal bei der Geburt von Katzenkinder dabei, dieses Wunder der Natur hat mich schon beeindruckt.
LG Bärbel
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@ Marianne
Ach liebe Marianne, Hermann wurde vor zwei Jahren im Frühsommer geboren. Eigentlich kann man den Geburtszeitraum ziemlich gut bestimmen, vorausgesetzt man behält die Kontrolle, wann der Bock darf… Aber die Schäfer dieser Herde waren da sehr lodderich.
Ganz liebe Grüße an dich
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@ Katerwolf
Ich habe mit Hermann noch so einiges erlebt. Das war ein recht aufgewecktes Kerlchen. In der Zwischenzeit gibt es allerdings nur noch sein Fell. Er ging den Weg aller kleinen Böcke.
Ich wünsch dir einen schönen Tag und grüße dich herzlich
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@ Frau Momo
Ja, liebe Frau Momo, in seiner Lämmerzeit brauchte er den Schutzengel und hatte ihn auch.
Liebe Grüße an dich
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@ Ute
Ich habe später noch öfter Schafgeburten erlebt, aber das Erlebnis mit Hermann habe ich nie wieder vergessen.
Ich wünsche dir einen tollen sonnigen Tag.
Liebe Grüße, die Gudrun
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@ Bärbel
Oh ja, das hätte ich auch gerne mal miterlebt. Katzenkinder! So was Winziges.
Grüße an dich, liebe Bärbel
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Hast Du meine Mail bekommen? Sonst guck mal in meinen Blog
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Gern geschehen, liebe Frau Momo.
Na, dann sei mal schön fleißig. Haha.
Liebe Grüße an dich.
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Dem kleinen Hermann ein herzliches Willkommen auf der schönen Erde,
ich wünsche ihm ein glückliches Schafleben
GLG Sweetkoffie
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@ Sweetkoffie
Naja, das war zwei Jahre her. Hermann hatte ein tolles Leben, mit Ausbüchsen, Hunde veralbern …
Liebe Grüße an dich, liebe Sweetkoffie
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Ein Erlebnis das unter die Haut geht. Sehr schön. Liebe Grüße H.
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Was für ein schönes Erlebnis!
Die Bilder sind auch super und Hermann ist ein sehr netter Name für den Kleinen (der jetzt wohl nikcht mehr so klein ist)
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Ach, wie schön, sehr rührend. Die tierischen Mütter sind schon ganz großartig, wie die das machen.
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Liebe H.,
die Erlebnisse mit den Schafen waren schon toll. Ich kann mich noch an meinen dritten Hütetag erinnern. Da haben wir mittags um eins alle auf der Wiese gepennt: die Schafe, die Hunde, die Gudrun.
Wenn das jemand gesehen hätte!
Ganz liebe Grüße an dich.
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@ april,
Mein großer Traum war immer, zwei eigene Mutterschafe zu haben.Denen würde ich eigenhändig einen Stall bauen, sie scheren, … Aber so geht das nicht, leider.
Die Tiere sind einfach faszinierend und können sich die Geburt ihrer Jungen um ca. vier Tage hinauszögern, z.B. wenn ein Unwetter ansteht.
Sei lieb gegrüßt
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@ Katinka
Die “rauhen” Schäfer haben am Anfang gesagt, dass man den Tieren keinen Namen geben soll. Am Ende hatte ich sie so weit, dass die Herde so übergeben wurde: “… und schau mal nach dem Hermann. Ich glaube er tritt nicht richtig auf vorne links.” Haha, geht doch, oder?
Liebe Grüße an dich, liebe Katinka
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Er war ein süßer kleiner Kerl. Schade, dass es nicht alt werden durfte. Aber das ist der Lauf der Dinge bei solchen Sachen.
Ich durfte auch mal bei einer Katzengeburt dabei sein … einfach schön.
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