Einer meiner früheren Beiträge befasste sich mit dem Stöckchenspinnen.
In diesen Tagen erreichte mich eine Mail mit der Frage, was man tun könne, damit der Faden nicht mehr die häßlichen, unliebsamen Schlaufen bildet. Der Faden hat also einen ordentlichen Drall, der die Weiterverarbeitung erschwert, bzw. fast unmöglich macht.
Die Mail habe ich gleich beantwortet, dachte mir aber, dass es vielleicht ganz gut ist, wenn ich das Problem hier auch aufgreife.
Das Zwirnen
Beim Zwirnen werden zwei oder mehr Garne zusammengedreht. Meist ist die Zwirnrichtung der Spinnrichtung entgegengesetzt. Es sei denn, man wünscht ein äußerst festes Verdrehen. Durch das Zwirnen erhöht sich die Reißfestigkeit des Garnes, der Drall durch die Spinndrehung wird aufgelockert und das Garn wird gleichmäßiger.
Man braucht zum Zwirnen nach dem Stöckchenspinnen keine weiteren Hilfsmittel. Die beiden zu zwirnenden Knäule legt man in je eine Schüssel oder in ein Marmeladenglas. Je näher sich die Knäule befinden, je kürzer der Weg, desto geringer ist die Gefahr, dass sich alles “verwurschtelt”.
Die beiden Garnenden werden an der Spindel (am Stöckchen) festgebunden, und nun wird entgegen der Spinnrichtung verdreht. Ist die Spindel voll (oder das Stöckchen), folgt
Das Haspeln
Jetzt wird mittels einer Haspel, oder eines anderen Hilfsmittels, einem umgedrehten Hocker beispielsweise, das Garn zu Strängen gewickelt. Dadurch wird verhindert, dass sich das Garn verheddert. Darüber hinaus hilft das Haspeln, dass sich das Garn “entspannt”, den Drall verliert. Viele Spinnerinnen belassen das angefeuchtete Garn auf der Haspel, bis es getrocknet ist. Ich persönlich binde das Garn viermal ab, hänge das Garn auf einen Haken und beschwere es, in dem ich unten ein Gewicht anbringe. Ist das Garn getrocknet, verdrehe ich es zum entgültigen Strang. So kann es gut gelagert werden.
An dieser Stelle erzähle ich den Teilnehmern an der Vorführung “Vom Schaf zum Faden” immer das Märchen “Die faule Spinnerin” der Gebrüder Grimm. “Wer Haspelholz haut, der stirbt, wer da haspelt, der verdirbt”, heißt es im Märchen. …
Aber davon, und warum sich jemand auf die Eiche hockt, bloß wegen dem Haspelholz, erzähle ich euch später. Im Winter vielleicht, wenn wieder Märchenzeit ist.
Ich schwing mich gleich wieder auf’s Radl!

Da ich vom Spinnen keine Ahnung habe, liebe Gudrun, klingt das alles sehr kompliziert für mich
Letzte Woche war ich hier im Weberei-Museum, da wurde mir das Arbeiten mit Schiffchen erklärt. Das gehört wohl dann in den weiterverarbeitenden Bereich deiner Wolle
Bilder folgen noch auf meinem Blog, wenn der Rentnerstress weniger wird.
[Antwort]
Oh, darauf freue ich mich sehr, liebe Ute.
In das Museum wäre ich gerne mitgegangen.
Herzliche Grüße an dich
[Antwort]
Was du alles kannst, liebe Gudrun, meine Hochachtung!
Und ich freue mich auf den Winter. Das mache ich sowieso immer,aber jetzt, in Hinblick auf deine Märchen, noch viel mehr.
Hab eine schöne RadlZeit, liebe Grüße
Heike
[Antwort]
… ich habe Muskelkater, liebe Heike. Und wie. Aber gut geht es mir.
Liebe Grüße an dich
[Antwort]
bei dir kann man heute was lernen
viel spaß auf dem radl und pass auf dich auf!
liebes grußi von katerwolf
[Antwort]
Soll ich dir mal was sagen, liebe Katerwolf. Da drängelt doch so ein Knilch dermaßen mit seinem Auto an mir vorbei. Da ging der nämliche Finger von ganz alleine hoch. Ich konnte nichts dagegen machen.
Liebe Grüße an dich
[Antwort]
Meine Haspel ist leider zu Bruch gegangen. Ich suche schon lange nach Ersatz, aber die Biester sind neu einfach zu teuer.
Meine hat mir vor ca. 30 Jahren meine erste große Liebe selbst gebaut
[Antwort]
Eben. Und deshalb drehe ich immer einen Hocker um… Vielleicht fällt uns noch was anderes ein. Ich werde an dich denken, liebe Frau Momo.
Liebe Grüße in den Norden
[Antwort]
Ich habe wie so oft nix verstanden. Irgendwie fehlt mir für die Handarbeit das Verständnis … oder ein Gen
[Antwort]
Ach was, liebe Frauke, das ist nicht schlimm. Mir fehlt dafür das Fotografier-Gen. Meine Güte stelle ich mich da manchmal an!
Liebe Grüße an dich
[Antwort]