18 responses to “Wir haben doch immer unsere Hausaufgaben gemacht.”

  1. april

    Ein trauriges Foto. Man könnte meinen, es symbolisiert den Verfall unserer Gesellschaft bzw. ihrer Werte. Denn so ist es – leider. Man sieht das schon seit Jahren und es wird immer schlimmer. Ich kann gut verstehen, dass viele keine Kinder mehr wollen, nicht, weil ihnen dann Luxus abginge, sondern weil die Welt so schwierig geworden ist und oft die Hoffnung fehlt.
    LG, Ingrid

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    Gudrun Antwort vom Dienstag, 16. August 2011 07:02:

    Ja, und das kann ich nachvollziehen. Vielleicht bin ich deshalb noch keine Oma.

    Liebe Grüße an dich

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  2. Elvira

    Liebe Gudrun,
    Dein Foto hat, wie schon April es kommentiert hat, wahrhaft Symbolcharakter. Es sieht aus wie jemand, der resigniert mit den Schultern zuckt. Aber das Lied, obwohl es mit Worten offensichtlich das Gleiche beschreibt, hat einen anderen Tenor, da schwingt etwas mit. Nicht nur Angst, Resignation, sondern auch schwellende Wut – würde sich auch reimen auf “gut”. Nun muss man nur noch hoffen, dass diese Wut sich nicht in Randale Bahn bricht. Aber ich kann sie verstehen, so schlimm das auch ist. Nichts wäre schlimmer, als sich mit den Zuständen zu arrangieren. Denn so langsam scheint es mir, als ob sich Orwells Visionen bewahrheiten würden.

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    Gudrun Antwort vom Dienstag, 16. August 2011 07:54:

    Es ist von allem etwas, was mir jeden Tag begegnet: Angst, Resignation, Wut… Es gibt aber auch Leute mit Visionen. Und das macht nun auch wieder Mut, sich selber Gedanken zu m achen.

    Liebe Grüße an dich, liebe Elvira

    [Antwort]

  3. Rana

    Manchmal stehe ich hier bei uns an der Straße und warte einige Minuten, weil der Sylt – Reiseverkehr vorbeirauscht, nur so richtig dicke Schleudern… und dann fahr ich an dem Imbiss, wo sie die Tage verbringen – die, die es nicht geschafft haben. Ich bin auch für ein Grundeinkommen! LG von Rana

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    Gudrun Antwort vom Dienstag, 16. August 2011 07:56:

    Ich auch, und dann hätten ganz viele die Möglichkeit, sich einzubringen. Das geht jetzt nicht, denn auch mit Hartz IV sind sie gesellschaftlich raus.

    Liebe Grüße an dich

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  4. Der Emil

    Du sprichst mir aus der Seele …

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    Gudrun Antwort vom Dienstag, 16. August 2011 07:57:

    … und manchmal liegt es mir auf der Seele.

    Liebe Grüße an dich, lieber Emil

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  5. Ellen

    Tja. Ich würde heute wohl auch keine 4 Kinder mehr in die Welt setzen. Der Staat will Kinder, aber was tut er für die Familien, die finanziell nicht über die Runden kommen? Man ist ein Außenseiter und die Kinder haben es schwer.

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    Gudrun Antwort vom Dienstag, 16. August 2011 07:59:

    Ja, ich weiß, liebe Ellen. Das ist wirklich schwer.
    Liebe Grüße an dich

    (… und Hut ab, dass du es dennoch bewältigt hast.)

    [Antwort]

  6. Emily

    Liebe Gudrun,
    ich glaube, man hat immer schon darüber nachgedacht, ob man noch Kinder in diese Welt setzen will oder nicht. Ich denke an die Zeit des kalten Krieges, die Ängste vor Atomwaffen, Krieg, Umweltzerstörung…
    Die Werte sind allerdings auch in meinen Augen ein wichtiges Thema. Wie sollen wir Werte vermitteln, wenn jeder zuerst nur an sich und seine eigene Tasche denkt? Wir leben in einer Gesellschaft, in der es schick ist zu besch….n. Da rühmt man sich, weil man jemand anderen überlistet hat.
    Täuschung, Gier und Gleichgültigkeit sind keine guten Brüder. Aber von denen dürfen wir uns nicht beeindrucken lassen. Sonst schwimmen wir am Ende mit dem Strom ;-)

    Viele liebe Grüße , Emily

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    Gudrun Antwort vom Dienstag, 16. August 2011 08:02:

    Diesen Mechanismus haben manchmal die ganz Kleinen schon erkannt. Das tut mir dann immer besonders weh.

    Lienbe Grüße an dich, liebe Emily

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  7. skryptoria

    Mein Reden: Für alles und jeden ist weltweit Geld in/qus Deutschland verfügbar. Nur nicht für diejenigen, die den ganzen Mist bezahlen: Das deutsche Volk. Dass Jugendliche immer frustrierter werden, kann ich leider gut verstehen. Im Gespräch würde ich zwar versuchen, motivierend zu argumentieren. Es würde mir jedoch vermutlich immer schwerer fallen.

    Weiteres Stichwort: Praktikum. Dazu 1-Euro- und 400-Euro-Jobs etc. Was soll das Geheule, dass es keine Fachkräfte gibt? Es gibt sie; sie möchten nur für ihre Arbeit fair entlohnt werden. Geschieht das nicht, gehen sie eben ins Ausland, wo sie bis zum Drei- oder Vierfachen dessen verdienen. Wenn nicht einmal mehr Polen nach Deutschland kommen, weil sie wissen, dass sie hier durch ihre Arbeit ihren Lebensunterhalt nicht erwirtschaften können, sollte das ein unübersehbares Zeichen sein. Aber manche Verantwortliche scheinen mit fest getackerten Augenklappen durchs Leben zu gehen … Und sowas regiert uns und nennt sich “Volksvertreter”; na danke!

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    Gudrun Ebert Antwort vom Dienstag, 16. August 2011 15:52:

    Liebe Skryptoria,
    ich danke dir sehr für deinen Beitrag. Genauso sehe ich das nämlich auch. Ich kann den Frust der Jugendlichen verstehen und das betrifft auch nicht mehr nur ein kleines Grüppchen Chancenloser, die eben irgendwas verpeilt haben. Ich hoffe sehr, dass man andere Lösungen findet, keine Gewalt anwendet, aber verstehen kann ich jeden einzelnen.
    Liebe Grüße an dich

    [Antwort]

  8. Frau Momo

    Ich bin schon lange für das bedingungslose Grundeinkommen. Und da ich selber mal Hartz IV hatte, von der ARGE mit 40 als nicht mehr vermittelbar ad acta gelegt wurde, kann ich schon verstehen, wenn jemand resigniert. Die Zahl der Depressionserkrankten unter HartzIV Empfängern ist immens und wenn man kein Netz hat, das einen auffängt, das einen trägt, dann sieht es düster aus. Und wenn schon Jugendliche kaum noch Perspektiven für sich sehen, weil sie kaum welche haben, dann ist schlecht bestellt um unser Land. Und dieser Scheißhausspruch (sorry, aber nix anderes ist er für mich) wer nur arbeiten will, findet auch welche, den konnte ich noch nie hören. Sollen doch die, die ihn von sich geben mal für 5 Euro die Stunde die letzte Drecksarbeit machen um dann doch wieder mit Hartz IV aufstocken zu müssen.
    Bye the way…. ich hab Deine Adresse nicht mehr, bräuchte sie aber mal. Es kommt dann was zu Dir “geflogen” :-)

    [Antwort]

    Gudrun Antwort vom Dienstag, 16. August 2011 20:53:

    Ich mail sie dir, liebe Frau Momo.
    Und danke für deinen Kommentar. Es tut gut, wenn man sich auch über so etwas austauschen kann.

    Liebe Grüße an dich Hamburger “Grippenase”

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    Frau Momo Antwort vom Mittwoch, 17. August 2011 03:40:

    Es ist ja nicht nur das fehlende Geld, für viele ist auch die fehlende Tagesstruktur ein großes Problem, die fehlende Anerkennung und letztlich definiert sich in unserer Gesellschaft ja fast alles über die Arbeit und den damit verbundenen Status. Leider.
    Und es gibt leider immer noch viele Menschen, die nicht begreifen, das auch sie schnell in HartzIV landen könnten, als sie sich träumen lassen. Und der soziale Abstieg ist dann unter Umständen immens.
    Heute morgen geht es schon besser. Jetzt kommt “es” wenigstens alles raus.
    Hab einen schönen Tag.

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    Gudrun Antwort vom Mittwoch, 17. August 2011 07:41:

    Und ganz schlimm finde ich, dass in dem Bemühen, diese Anerkennung durch Arbeit zu finden, auch noch ein Geschäft gemacht wird. Das ekelt mich richtig an.

    Liebe Grüße an dich, und scheuche den Schnupfen ganz weit weg.

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