Vektorgrafiken sind Objekte aus Linien und Kurven. Wer sich geißeln will, kann hier nachschauen, wie die Mathematiker das definieren. Nur mal kurz schauen. Das reicht schon. Ehrlich, mit der Mathematik hatte ich es nicht gerade, war aber in Vektorrechnung gar nicht so schlecht. Zumindest in dieser Sache hatte ich begriffen, was der Mathelehrer von mir wollte.
Mit Programmierern hadere ich immer, weil die manchmal nicht verstehen, was die Zeichenspinner dauernd wollen. (Man kann auch alles mit Zahlen beschreiben, nicht wahr.) In Bezug auf die Vektorprogramme muss ich allerdings meinen Hut ziehen. Wenn ich mir vorstelle, dass ich jeden Punkt meiner Kurve berechnen müsste… Ich zeige einfach mal, wie die Vektoren in meinem Programm aussehen und wie ich sie bearbeiten kann.
Hier haben wir eine Kurve, die sich berechnet aus vier Punkten. Wir sehen die Kurvenpunkte und wir sehen die “Anfasser” (Kurventangenten) . Wenn ich die Kurvenpunkte verschiebe, oder die Anfasser verändere in Richtung und Länge, wird die Ausgangskurve entsprechend neu berechnet und verändert.
Aus vielen Kurven, offen als Kontur oder geschlossen mit Füllung, setzt sich jede Grafik zusammen. Und so können recht komplexe Dinge entstehen. Beim Zeichnen entstehen eben immer diese Kurven mit den Kurvenpunkten und den Anfassern. Von den verschiedenen Werkzeugen zur Erstellung dieser Kurven erzähle ich ein andermal. Schaun wir uns eine komplexere Grafik an, den Teddy, der beim Jan immer auf dem Bett saß und die Alptraummonster verjagte.
Wenn ich einen ausgewählten Punkt verändere, dann berechnet sich die Kurve neu zwischen den beiden angrenzenden Punkten. Ich ziehe einfach mal den Punkt genau in der Mitte von Teddys Kopf nach oben. Ups! Und schon hat der Teddy eine Beule. Die Anfasser lasse ich in dem Fall in Ruhe.
Noch mehr Möglichkeiten, Einfluss auf den Kurvenverlauf zu nehmen, habe ich, wenn ich die Anfasser verändere, ziehe, drehe, … Dann verändert sich das Kurvensegment zum nächsten Ankerpunkt hin.
Den Teddy habe ich natürlich wieder “in Ordnung” gebracht. Jetzt sitzen die Vektoren weder da, wo ich sie haben möchte.
Wenn ich nun, um eine Grafik zu erstellen, “nur” einige Punkte brauche, und das auch so in meine Datei geschrieben wird, dann kann man sich vorstellen, dass der Speichenbedarf viel weniger ist, als wenn ich Pixel für Pixel arbeite, wobei jedes Pixel die volle Farbinformation mitbringen muss.
Mein Mathelehrer ist schon lange tot. Schade, denn ich hätte ihm gerne gesagt, dass es doch ganz gut war, dass es Menschen gab, die dem Rechner das Rechnen beigebracht haben. Bei mir war das leider aussichtslos, aber es söhnt mich aus mit der Mathematik.
Ich gehe mal wieder zeichnen.Über “meine Vektoren” werde ich bestimmt mal wieder berichten, damit sie eine Chance haben gegen Millionen von Pixel.




Das hast du toll erklärt, ich kann immer wieder was von dir lernen, denn auch ich bin ganz fasziniert von den Vektoren!
Herzlichst, Petra
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Danke, liebe Piri. Da werden wir mal sehen, was wir aus ihnen machen, gell.
Liebe Grüße an dich
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Liebe Gudrun, wenn ich so den Teddy betrachte – denke ich du hast kann schön Schalk hinter den Ohren. Ein Teddy mit Beule….. kann man das auch mit Fotos machen? …
Ich habe jetzt nur Bilder geguckt, zum lesen komm ich später nochmal vorbei.
LG
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Das kann man so nicht mit Fotos machen, weil es keine Vektoren sind. In Photoshop gibt es eine “Verflüssigen”- Option. Da könnte man dem Teddy schon auch eine Beule zaubern.
Schalk ist immer gut. So merkt sich alles leichter.
Liebe Grüße an dich
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Ich kaufe mir auch so ein Ding, hier gibt es kostenlose Kurse…super
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Die kostenlosen Kurse nehme ich auch sehr gerne an, aber das Programm, liebe Marianne, ist ganz schön teuer guckst du hier!
[Antwort]
Wie wahr, dann lieber mein Photoshop und mit Bildern etwas machen, ihr Maler seid besser mit dem Programm
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Ja. Das wäre kein Problem.
[Antwort]
… mit dem Kurs, meine ich, liebe Marianne.
Liebe Montagsgrüße
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Gudrun, was’n Glück, dass ich all meine Teddys und deinen hier auch mit Freude ansehen kann, ohne an Vektoren oder an Mathematik denken zu müssen. – Ich bin extra in den neusprachlichen Zwei bei der EOS gegangen, um nicht so viel Naturwissenschaften zu haben. Meine Tochter hat Mathematik studiert und ist jetzt Mathelehrerin. Sie war bei der Matheolympiade in der 11. Klasse bis in Kuba – als einziges Mädchen aus der DDR – da kannst du dir ja vorstellen, dass für mich an Mathe nichts mehr ürig geblieben ist, das haben Vater und die beiden Kinder unter sich aufgeteilt – aber ich bin gut im Kopfrechnen und im Einmaleins, das reicht!
Lieben Gruß für dich von mir!
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Die Möglichkeit hatte ich leider nicht. Ich musste durch alle Mathequalen durch. Meine Kinder waren auch viel besser als ich, aber das war auch keine Kunst.
Aber deine Tochter hat ja eine tolle Leistung erbracht. Hut ab.
Liebe Grüße an dich vom Mathehasser Gudrun
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Also liebe Gudrun, mit deinen Vektoren komme ich nicht klar, obwohl Mathe mal mein Lieblingsfach war. Aber das ist auch schon eine Weile her. Ich lese das mit Interesse und bewundere dich. Mir gefällt einfach dann der Teddy, der aus den Vektoren entstanden ist
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Ach, ich zeichne doch nur. Rechnen muss der Rechenknecht.
Ein Glück.
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Mathematik war auch nie meine Leidenschaft. Es ist schon hochinteressant, was ein PC an sich leistet. Da bin ich immer froh, dass ich nicht alles verstehen muss, was er mir ermöglicht. Es ist schon toll, was man alles so machen kann und Deine Bilder sind der beste Beweis dafür, was geht. Übrigens hast Du das schön erklärt. Da weiß ich nun wenigstens, wozu das gut ist, was man früher in der Schule pauken musste
Liebe Grüße in Dein Spinn- und Malerstübchen
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Siehste, liebe Silberdistel, so geht es mir eben auch.
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Mathe war mir auch immer ein Rätsel mit mindestens sieben Siegeln.
Du hast das so toll erklärt, alle Achtung.
Ein wenig was habe ich sogar von deinen Erklärungen kapiert.
[Antwort]
Das ist schön, liebe Bärbel. Ich muss mich wieder üben im Erklären.
Liebe Montagabendgrüße an dich
[Antwort]