Ach ja, es ist schon eine ganz schöne Schinderei.
Ich glaube, manches muss ich erstmal liegen lassen und darüber schlafen, denn es gefällt mir noch nicht. Der Anfang ist gemacht und ich denke der Weg so ist richtig. Die fertigen einzelnen Entwürfe speichere ich, weil ich sie bestimmt später noch gut gebrauchen kann.
Piri schrieb vor drei Tagen in einen Kommentar: “ABER, jetzt kommt mein berühmtes ABER …” Jawohl! Das ist gut, denn ein Dahinwursteln alleine im stillen Kämmerlein bringt mich nicht weiter. Für jeden Hinweis bin ich dankbar, denn ich bin noch ganz, ganz weit davon entfernt, zufrieden sein zu können mit dem, was ich kann.
Wie sagen die Leipzscher:”Dazu muss noch viel Wasser die Pleiße lang fließen”. Und ich sage: Ich werde mir noch oft einige Haare ausraufen.
Warum denken wir bloß, dass wir immer perfekt sein müssen, bei allem, was wir tun? Wie oft habe ich mich schon beeindrucken lassen von Sätzen wie: “Lass das doch, davon hast du keine Ahnung!” Und manchmal habe ich es eben gelassen. Klar, wer nichts tut, macht auch keine Fehler.
Wenn ich mir meine Zeichnungen so ansehe, nur die auf dem Blog, dann freue ich mich, denn ich sehe da schon Entwicklungen. Zu Beginn habe ich noch mit den Werkzeugen gekämpft. Und wie! Bloß gut, dass mich niemand hat schimpfen hören. In den Zeichnungen sehe ich das, was sie sind: Anfänge, Übungen, Skizzen. Nicht mehr und nicht weniger. Und trotzdem empfinde ich so etwas wie Stolz. Und den wiederum würde ich mir nun auch wieder nicht kaputt reden lassen.
Die ersten “Nischel” habe ich fertig. Ich zeig sie schon mal. Weitere werden folgen und auf der Festplatte schlummern. Ich schindere mich mal weiter, denn es gibt noch unglaublich viel zu tun.

Deine “Nischel” sind gut – natürlich nicht perfekt – aber wollen wir die perfekte Welt? Das ist doch langweilig. Lernen, dazulernen, das macht Spaß! Ich lerne von dir, wie du die Perspektiven aufbaust. Comics habe ich sehr selten gemalt und bei denen ist der Gesichtsaufbau ganz anders, als beim realistischen Zeichnen. Da kenne ich nämlich den Goldenen Schnitt am Gesicht. Darf ich dir noch einen Tipp geben? Gib dem Paule ein bisschen mehr Hinterkopf.
…und außerdem bewundere ich dich für deine Ausdauer und stolz kannst du mit Fug und Recht sein!
Herzliche Sonnengrüße vom Dorf ins Dorf
[Antwort]
Ach ja, den goldenen Schnitt kenne ich von den Papierformaten und kann den Satzspiegel noch ganz gut danach berechnen. Hier brauch ich diese unbedingte Harmonie nicht unbedingt.
Hinterkopf kann er noch bekommen, der Paule.
[Antwort]
…wenn ich deine fertigen Zeichnungen anschaue, liebe Gudrun,
habe ich wohl nicht den Hauch einer Ahnung, wieviel Arbeit da wirklich dahinter steckt…Hut ab, dass du dafür die Geduld hast…
lieber Gruß von Birgitt
[Antwort]
Im Moment ist es wirklich ganz ordentlich, was ich mir da vorgenommen habe. Aber ich bin ja selber Schuld. Ich hätte nicht erst berufliche Umwege gehen sollen.
Liebe Birgitt, ich war heute wieder in Leipzig und bin auch an meiner zukünftigen Wohnung vorbeigekommen. Ich glaube, wenn’s nicht anders ginge, würde ich mein Häbchenbäbchen auch hintragen.
Liebe Grüße an dich
[Antwort]
…das klingt ja gut, liebe Gudrun, wann kannst du denn umziehen? und in welche Ecke von Leipzig geht es?
lieber Gruß von Birgitt
[Antwort]
Hoch interessant mit dem Aufbau der Perspektive, und ich finde es toll das du es uns zeigst.
Perfektion und goldener Schnitt in einem Cartoon ist wirklich nicht nötig, sondern das Gesamtbild mit gutem Text, ganz kleine Eigenheiten sind oft sogar das Salz in der Suppe.
Und das gelingt dir echt super auch wenn man niemals mit sich zufrieden sein darf um sich immer weiter zu entwickeln kannst du schon mächtig stolz auf dich sein, also ich ziehe meinen imaginären Hut von deiner Zeichnerischen Leistung.
PS:. Das wichtigste ist der Spaß den du beim Zeichnen empfindest, denn das merkt der Leser bei einem Cartoon unbewusst als erstes.
Alles was mit Zwang geschieht besonders bei Künstlerischen kommt nicht so gut an.
Aber da mache ich mir bei dir keine Sorgen.
Lg,
Rewolve44
[Antwort]
Lieber Barry,
du hast großen Anteil an der Entwicklung. Das sage ich jetzt nochmal.
In einer Zeit, als ich richtig am Zweifeln war, warst du da und hast geholfen. Das hat mir Mut gemacht und ich habe angfangen, hart zu arbeiten. Ich bin überzeugt, dass ich noch eine Menge erreichen kann. Ich danke dir sehr.
Liebe Grüße an dich
[Antwort]
Ich und zeichnen ist etwas, das nicht passt.
Ich habe keinen Schimmer, lerne nur von dir. Habe schon etliches gelernt, auch wenn ich es nicht umsetzen kann. Aber deine Arbeit honorieren, das kann ich inzwischen.
Die gefallen mir, die haben so richtig was.
Ein wenig Ruhe tut dir bestimmt gut. Aber der Kopf arbeitet immer weiter, fürchte ich.
Allerliebste Grüße zu dir in dein Spinnstübchen deine Bärbel
[Antwort]
Du wirst es nicht gleuben, liebe Bärbel, ich habe mir immer viel bei Kindern abgeschaut. Die haben keinen blassen Schimmer von Perspektive, Fluchtpunkt, Proportionen. Und doch fangen sie einfach an zu zeichnen und es entstehen oft richtige kleine Kunstwerke.
Liebe Grüße an dich
(Hehe, bei uns scheint heute mal die Sonne und es ist recht warm.)
[Antwort]
Gestern schien bei uns auch die Sonne, daher ja die Fotos von den Schneeglöckchen und Winterlingen.
Ja, Kinder sind noch unbekümmert, die malen drauflos. Das ist richtig.
[Antwort]