Spinnradgeschichten

Bilder, Grafiken, Illustrationen zu Dorf- und anderen Geschichten.

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Buchverschenkaktion bei Rana. Eine kleine Zeichnung und ein noch viel kleiner Lichtblick.

Marienkäfer verschenkt Bücher

Bei Rana gibt es eine tolle Aktion. Und ich finde die Grundidee gut, hinter der eine Reihe von Verlagen und Buchhändlern steht. Schaut mal rein bei der Rana. Ich freue mich natürlich sehr, dass Rana mein kleines Logo genommen hat. Und ganz ehrlich, die Käferwelt hat es mir angetan. Da geht noch etwas. Ich hab noch einiges zu zeichnen. An Ideen mangelt es gerade nicht, aber an Ruhe und Ausgeglichenheit.

Heute bekam ich eine Antwort auf eine Bewerbung bei einem Schulbuchverlag. Man bittet mich um Geduld, weil man noch mit der Bearbeitung der Bewerbungen beschäftigt ist. Es ist noch keine Absage. (Ich habe schon ein Stoßgebet nach “Oben” geschickt.)
Ich finde es gut, dass man den Eingang der Bewerbung bestätigt hat. Meist hört man nie wieder etwas von den Unternehmen, auch bei Onlinebewerbungen nicht und auch nicht, wenn es es sich um eine Bewerbung auf eine Stellenausschreibung handelt. Drückt mir bitte die Daumen.

Und nun zeichne ich doch noch etwas.

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Er hat Zeit und die Ruhe weg. Ich mache Hektik.

Bussard auf der LauerNur ganz kurz, denn ich bin dabei, für Rana etwas zu zeichnen. (Es kommt gleich, liebe Rana.) Und dann werde ich mich aufmachen zu einem Spaziergang durch Bloggerhausen.

Da habe ich doch gedacht, dass ich mir notwendige Anträge schon mal holen und ausfüllen kann. Wenn die Zeit herangekommen ist, nehme ich sie und gebe sie bei der entsprechenden Behörde ab. Jetzt habe ich noch Zeit für solche Formulare. Wenn die eine Wohnung aufgelöst wird und die andere eingerichtet, dann liegen wahrscheinlich die Nerven wieder blank.
So geht das aber nicht! Man kann sich nicht einfach Anträge holen. Die gibt es erst vier Wochen vorher,  in Ausnahmefällen vielleicht sechs Wochen vorher.

Ich sollte es machen wie mein Bussard. Der sitzt in aller Ruhe an, sammelt Kräfte, beobachtet die Lage um dann mit pfeilschnell zu reagieren, wenn die Zeit günstig ist. Ob ich das noch lerne?

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Ämtergänge.

Ich bin mal wieder unerwegs, die Blogrunde muss warten. Ein neuer Eintrag auch. Ich habe einfach keine Nerven, mich auf das Bloggen zu konzentrieren.
Jetzt hüpfe ich erstmal in den Bus und fahre nach Leipzig. Ämtergänge stehen an. Hoffentlich ist alles bald geregelt und vorbei.

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Der Yoga-Baum. Oder: Manchmal muss man eben etwas auf den Kopf stellen.

Der Yoga-BaumAn meinem Schleichweg zu den Windrädern wächst der Yoga-Baum.
Ich habe ihn so genannt, weil er durch seinen ungewöhnlichen Wuchs (oder seine “Verrenkungen”?) auffällt. Irgendetwas hat seine Krone irgendwann nach unten gedrückt. Zerbrochen ist er nicht. Dort, wo er auf diese ungewöhnliche Art zum zweiten Mal die Erde berührte, entwickelten sich Wurzeln. Am verbogenem Stamm wachsen Zweige kerzengerade nach oben, dem Licht entgegen. Und diese Zweige haben auch alle Blattknospen angesetzt.

Der Baum erinnerte mich an eine Kreativitätstechnik: Die Umkehrmethode.
Dabei wird das Problem auf den Kopf gestellt, die Fragestellung umgekehrt. Klingt doof, ist aber wirkungsvoll. Als Beispiel könnte man nicht fragen “Wie komme ich zu mehr Kunden?” sondern “Was muss ich tun, um auch noch den letzten Kunden zu vergrätzen?” Man glaubt gar nicht, wie die Antworten fließen! Wenn man nun wieder jede so gewonnene Idee umkehrt ergeben sich Lösungen (!), die bei “vernünftiger” Herangehensweise nicht so einfach möglich gewesen wären.

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Froh zu sein bedarf es wenig … Vesper unterm (Wind-)Rad.

der Weg zu den WindrädernWenn ich aus meinem Küchenfenster schaue, sehe ich die Windräder, meine Windräder.
Damals, bei meiner Arbeit im Freizeitpark,  sah ich die Räder auch, nur von der anderen Seite. Ein Kollege brachte mir  damals bei, die Wolken zu beobachten. Wenn so richtig dramatisch dunkle Wolken von den Windrädern gezogen kamen und man den Horizont nicht mehr sah, war die Wetterfront über die Wetterscheide gezogen und dann wurde es heftig. Unwetter nahte. Von ihm lernte ich auch, die Zeit zu bestimmen, die man noch hatte um alles fest zu binden.

Mit dem Jan wollte ich schon einmal zu den Windrädern pilgern, aber wir hatten uns “verfranzt”. Die Wege und der Acker waren aufgeweicht und so kehrten wir wieder um.
Ich wollte es heute wissen. Also habe ich den Rucksack gepackt, die Kamera geschnappt und bin los. Hier sieht man noch einen Weg, aber ich weiß jetzt auch, was “unwegsam” heißt.

Ich hatte den Mp3-Player vergessen und ärgerte mich. Aber nur kurz, denn ich konnte eine Ruhe genießen. Außer Vogelgezwitscher war nichts zu hören. Ab und zu knackte es im Unterholz neben dem Weg. Schade, dass ich nicht sehen konnte, welches Kleingetier da entlang huschte.

Vögel

Ich kam den Windrädern immer näher. Mit lautem Geschrei flog ein Schwarm Möwen in die Luft. Ich war es nicht, der die aufgescheucht hatte. Landwirtschaftliches Gerät war unterwegs, zur Freude der Möwen, die sich auf den Acker stürzten, kaum dass der Traktor vorbei war.

Jans Baum auf dem AckerDas Foto von Jans Baum, der nahe der Autobahnsteht, musste ich machen. Dort waren wir mal im Winter und der Jan “kroch” mit der Kamera um den Baum herum. Ich hab mir bald den Poppes abgefroren. Heute war mir das wesentlich angenehmer, den Baum zu sehen. Schaut mal, wie weit und flach ist das Land hier bei uns ist. Manchmal ärgert mich das, weil man in anderen Gegenden einfach nur die Kamera in die Luft halten muss und ein tolles Motiv eingefangen hat. Tja, hier aber ist die Leipziger Tieflandsbucht. Aber ehrlich, die Weite hat auch etwas.

Windrad So langsam näherte ich mich meinem Ziel. Ich war den Windrädern schon ganz nahe. Von dieser Position aus klang es, als ob die Flügel den Wind zerschnitten. Flupp. Flupp. Flupp. Ich fand das Geräusch nicht schlimm. Im Gegenteil. Ich hätte mich liebend gerne in einen Liegestuhl gepackt. Garantiert wäre ich ganz schnell entschlummert.

Nur noch wenige Schritte und ich stand am Fuße des Windrads. Eine Treppe führte hinauf zu einer Tür. Auf diese Treppe setzte ich mich und packte meine “Bemmchen” aus. Dazu gab es einfach nur Wasser. In dem Freizeitpark hatte ich mal Cola getrunken, die lange Zeit in der Sonne stand. Ich hab sie ausgespuckt, und das ist mir heute noch peinlich. Seither gibt es Wasser. Keinen Tee, nein, Wasser. Von meiner Wanderung hatte ich richtig Hunger bekommen. So gut hat mir mein Vesper lange nicht geschmeckt.

Der Jan hatte mal gesagt, dass er sich mal unter das Windrad auf die Wiese legen und einfach nach oben in den Himmel fotografieren möchte. Lieber Jan, ich habe das heute gamacht! Ein Stückchen hin, in einem anderen Windrad arbeitete ein Monteur. Es war mir egal, was der sich gedacht haben könnte.
Schon lange hatte ich mich nicht so wohl gefühlt. Auf meiner Wanderung habe ich noch so viel entdeckt: Schmetterlinge, Blühendes, einen Joga-Baum, der ganz eigenartige Verrenkungen machte. Und meinen Bussard, den habe ich auch getroffen. Ich kann das alles gar nicht beschreiben, aber so muss das sein, wenn einem “das Herz aufgeht”. Als ich wieder zu Hause war und meiner Nachbarin erzählte, wo ich gerade war, sagte sie: “Du hast Nerven! Du bist ja verrückt. Es gibt doch nun wirklich Schöneres.” Wirklich?

 

unterm (Wind-)Rad Continue reading “Froh zu sein bedarf es wenig … Vesper unterm (Wind-)Rad.”

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Unterwegs auf dem Lande mit Kamera und Zeichenblock.

kleines Spinnrad als Deko

Was ist denn jetzt passiert?
Ich habe große Lust, auf Fototour zu gehen. Einpacken will ich auch noch nichts für den Umzug. Es ist noch Zeit und ich möchte nicht jetzt schon über Umzugskartons stolpern. Gedanken mache ich mir aber schon, wo später mein großes Spinnrad (nicht die Attrappe da oben)  hin soll und ob ich es behalten soll.

die Grille mit der Fiedel - ein EntwurfWir haben strahlenden Sonnenschein., Also schnappe schnappe ich mir die Kamera und versuche noch einige ländliche Impressionen einzufangen. Für später und zum Mitnehmen. Manches wird mir fehlen. Das weiß ich jetzt schon. Zu den Windrädern will ich laufen, querfeldein. Einen Weg dahin gbt es nicht. Schon immer habe ich mir gewünscht, von unten zum Windrad zu fotografieren, hinein in den herrlich blauen Himmel.
Mein Zeichenblock und ein Stift muss natürlich auch mit. Wer weiß, was mir unterwegs so in den Sinn kommt oder was ich noch entdecken kann. Kerstins Grille mit der Fiedel ist deshalb nicht vergessen.

Ich bin dann mal weg, und ein Weilchen unterwegs. Erholt euch gut und sammelt Kraft für das, was die nächste Zeit bringen wird.

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Eine letzte Zeichnung aus dem Käferreich: Wochenende, ein Frühlingsspaziergang und ein alter (muffliger)Bock.

Eine Zeichnung zeige ich mal noch aus meinem gezeichnetem Käferreich. Sonst wird es ja langweilig. (Für die Mia habe ich die “Damen” wieder mit Extra-Schuhwerk versorgt.)

Und der alte Bock? Hunde und Katzenbesitzer haben bestimmt schon ihre Not mit ihnen, mit den Zecken. Meine Oma nannte das Insekt Holzbock.
Als die Kleo noch Außenkatze war, musste sie sich ständige Fellkontrollen gefallen lassen. Sie brummte mich zwar an, aber es half nichts. Also blieb sie geduldig sitzen. In jedem Frühjahr bekam sie ihr Schutzmittel, aber ehe das wirkte, sammelte sie die Blutsauger fleißig ein.
Bei den Hütehunden damals war es noch schlimmer. Moritz hatte immer welche am Augenlid. Ich war die einzige, die er da heran ließ. Es war schon gruslig, die Viechter zu entfernen. Ich entwickelte aber mit der Zeit ein gewisses Geschick. Ach, was macht man denn nicht alles, seinen Tieren zu Liebe.

Passt schön auf eure Hunde und Katzen auf. Und auf euch natürlich auch.

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Ein Fenster, Schulmalfarben aus Nerchau und eine fiedelspielende Grille und ähnliches Getier.

Angefangen hatte es vor vielen Jahren.
Wir wohnten damals in Leipzig-Grünau, genau über einem Durchgang zwischen den Blocks. Meine Kinder waren noch klein. Meine Tochter bekam ein Taschentuch geschenkt, auf dem allerlei “Krabbelgetier” aufgedruckt war. Das Tuch gefiel ihr und ich kam auf die Idee, Geschichten von den Tieren, die auf jeder Wiese zu finden waren, an das große Fenster direkt über dem Durchgang zu malen. Mit Wasserfarbe! Schulmalfarben im “Töpfchen” aus Nerchau gibt es immer noch zu kaufen.

Ich glaube fünf verschiedene Fensterbilder waren es in einem Jahr geworden. Genau weiß ich das nicht mehr. Da gab es Sonnenblumen, Wasser schleppende Ameisen, einen pfeiferauchenden Käferopa am Gartenzaun … So, wie ich oben zeichnete, sahen mir unten Kinder zu und rätselten, was da gerade wieder entstand. Schade, dass ich davon keine Bilder habe. Heute wäre das einfacher.

Meine Fenster werde ich nicht mehr bemalen, aber Lust, die “Käferwelt” zu zeichnen oder bestimmte menschliche Eigenschaften und Handlungen dahin zu verlegen, hätte ich schon. Einiges liegt schon im  Ideen-Zettelkasten … Liebe Kerstin, deine fiedelspielende Grille ist fest eingeplant.

aus Gudruns Käferwelt

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Gegensätze. Fluch oder Segen? Von Zicken und Trollen.

Zickenkrieg im TreppenhausKlar, Gegensätze bringen Schwung ins Leben. Schwarz und Weiß, das Runde und das Eckige, Symmetrie und Asymmetrie … Das kennen wir und finden es auch gut und interessant. (Jeder Mediengestalter muss die Regeln kennen. Und dann kann er vielleicht mal nachdenken, sie zu brechen.)
Nur mit der  Gegensätzlichkeit bei den Menschen, im Denken, im Handeln, im Aussehen, in der Religion …, da haben wir uns manchmal recht schwer. Gerade in letzter Zeit ist mir das bewußt geworden.

Kennt Ihr von Badesalz “Viel zu harmlos”? Das sollte man sich mal anhören. (Man kann es finden.) Wir lachen darüber, dabei sind das die Geschichten, die das Leben schreibt.
Neulich erzählte mir eine Frau aus dem Haus: “Mir gefällt das, wenn es Zank gibt.” Wääääää!
“Ja”, sagt sie, “ich finde das spannend und provoziere das auch.”
Tja, der eine schreit über den Hof und der andere …trollt vielleicht? Mich nervt es einfach. Es raubt Zeit, Nerven und die gute Laune. Braucht man das nicht alles dringend für Wichtigeres?

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Ein Frühlingsgruß. Hören und Singen.

Hach, wie sehne ich mich danach, wieder auf einer Wiese zu liegen. Einfach nur hinlegen, die Augen schließen, die Sonne und die Wärme genießen. Und zu hören.

Irgendwann las ich mal eine Geschichte. Ich weiß nicht mehr wo, aber ich will sie trotzdem erzählen.
Eine begüterte Mutter suchte, ihr Kind im Schlepptau, einen Musikprofessor auf.
“Herr Professor, koste es was es wolle, mein Kind soll singen lernen. Können Sie ihm das beibringen?”
Der Musikprofessor schaute die Frau lange an und meinte dann:
“Sie brauchen mich dazu nicht. Ihr Kind muss vor allem Hören lernen. Gehen Sie mit ihm in den Wald und lauschen Sie.”

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